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ZWI local bureau Berlin - Zentrum für Wirtschaft und Integration
No-go-area Deutschland
In dieser monatlichen Chronik werden Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag dokumentiert. Um eine möglichst vollständige Aufzählung zu gewährleisten, werden Leser gebeten, ihnen bekanntgewordene rassistische, antisemitische und/oder neofaschistische Vorfälle (mit Quellenangabe) an die E-Mail-Adresse nogoarea_D@web.de zu melden; an dieser Stelle einen herzlichen Dank an die zahlreichen Leserinnen und Leser, die diese Möglichkeit bereits genutzt haben. Alle bisherigen Monatschroniken können bei der Redaktion angefordert werden.
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JULI 2010
21.07.2010
Das antifaschistische Label „Storch Heinar“ verstößt nicht gegen die Markenrechte der in der faschistischen Szene beliebten Bekleidungsmarke „Thor Steinar“, entscheidet das Nürnberger Landgericht. „Thor Steinar“ geht in die nächste Instanz.
Quelle: www.redemann-gruppe.de
20.07.10
In Berlin-Wedding schießt ein Polizist grundlos einen Mann an. Zwei Polizisten suchen Ladendiebe, als der Unbeteiligte ihnen in den Weg läuft. Unvermittelt gehen sie brüllend mit gezückten Schlagstöcken auf den Mann los, der sich geschockt zur Wehr setzt. Er zerbricht eine Bierflasche, verletzt sich dabei selbst und versucht, die Polizisten fernzuhalten. Einer der Beamten schießt dem Mann daraufhin gezielt ins Bein. Zwei von hundert Augenzeugen nimmt die Polizei fest, als sie sich einmischen.
Quelle: Indymedia, Pressemeldung der Polizei, ZWI
20.07.10
Gezielt beleidigen, attackieren und berauben Deutsche im Mauerpark in Berlin-Prenzlauer Berg unbehelligt nicht-deutsche Touristinnen und Touristen. Zu sechst bewerfen sie ein Paar aus Frankreich mit Flaschen, schlagen den Mann mit Flaschen und Fäusten ins Gesicht und stehlen sein Geld. Anderthalb Stunden später greifen vier Männer einen Franzosen und seinen Begleiter an, schlagen auf ihn ein und entwenden die Mobiltelefone der Angegriffenen. Polizei spricht von Raub an Touristen, ein rassistisches oder politisches Motiv kann sie nicht erkennen.
Quelle: Pressemeldung der Polizei
19.07.10
Das Landgericht Magdeburg verurteilt den bekennenden Neofaschisten Maik K. wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er im Januar 2008 gemeinsam mit etwa 12 Kollegen einen Schwarzen verfolgt und zusammengetreten hatte. Der Mann, Alain Wundt, rettete sich zunächst in einen nicht deutschen Imbiß; der Inhaber setzte ihn vor die Tür, als die Rassisten drohten, seinen Laden zu zerstören. Gemeinsam mit alarmierten Freunden konnte der Angegriffene sich gegen die Nazis zur Wehr setzen. Die spät eintreffende Polizei meldete der Presse eine von „Afrikanern provozierte Schlägerei“. 2009 hat das Amtsgericht Magdeburg die Tat mit einer Geldstrafe geahndet.
Quelle: AP, Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt
19.07.10
In Aachen deponieren Faschisten eine Bombenatrappe vor der Tür des antifaschistischen Autonomen Zentrum, adressiert an „die Antifa“. Sprengstoffspezialisten aus Düsseldorf stellen das Paket sicher. Wenige Wochen zuvor hatten Neonazis mit einer Gaspistole und einer Zwille auf Besucher des AZ, während eines Treffens hatten sie Pfefferspray in das AZ gesprüht und eine Flasche mit unbekannter Flüssigkeit in den Eingang geworfen. Zudem verübten Faschisten Farbanschläge auf das Haus eines Aussteigers aus der Naziszene und einer Politikerin der Linkspartei. Im Aachener Stadtteil Kornelimünster schlugen Neofaschisten Fenster eines Hauses ein, in dem sie einen Antifaschisten vermuteten, an dasselbe Haus sprühten sie Todesdrohungen. Im benachbarten Würselen ritzen Unbekannte in den Lack von fünf Autos Hakenkreuze. Inzwischen wurde ein Runder Tisch von Aktiven aus Lokalpolitik, Initiativen und Gewerkschaften gegründet.
Quelle: Autonome Antifa Freiburg, http://klarmann.blogsport.de
18.07.10
Gera (Thüringen) zerstören Faschisten erneut Stolpersteine. Diesmal sind es die Gedenksteine für die jüdische Arbeiterfamilie Sinenski. Bereits Ende Juni hatten Unbekannte die Stolpersteine der jüdischen Kaufmannsfamilie Biermann gestohlen. Die Steine waren erst sechs Wochen zuvor verlegt worden.
Quelle: „Ostthüringer Zeitung“
17.07.10
Neofaschisten versuchen in Berlin-Weißensee den Jugendclub Bunte Kuh und das Kultur und Bildungszentrum (Kubiz) anzugreifen. Bewaffnet mit Schlagringen und Holzlatten schleichen drei Faschisten auf das Gelände, ein Antifa spricht sie an und vertreibt sie. Am Samstag zuvor hatte die Polizei eine sechsköpfige Gruppe Faschisten in der Nähe des Hauses aufhalten, darunter Mitglieder der Kameradschaft „Freie Nationalisten Berlin Mitte“.
Quelle: North East Antifascists [NEA]
18.07.10
In Bergisch Gladbach suchen zwei Deutsche aus Hessen gezielt einen Imbiß auf, beleidigen den nicht-weißen Betreiber und seine Gäste und prügeln dann mit Barhockern auf alle ein, als sie aufgefordert werden, zu gehen. Sie verletzten mehrere der Anwesenden. Quelle: Pressemeldung der Polizei
18.07.10
In Berlin-Lichtenberg schießt ein 30jähriger von seinem Balkon mit einer „Kurzwaffe“. Die alarmierte Polizei bewirft er mit Flaschen. Sie nehmen den Mann unter Einsatz von Reizgas und „ körperlicher Gewalt“ fest und finden in seiner Wohnung „diverse erlaubnispflichtige Waffen und Munition, Waffennachbildungen, Macheten, Waffenteile, Feuerwerkskörper und Nothämmer der BVG“.
Quelle: Pressemeldung der Polizei
17.07.10
In Dortmund demonstriert die rassistische Initiative „Pro NRW“ mit 100 Teilnehmenden gegen ein islamisches Gemeindezentrum, in Hamburg hält die NPD eine Kundgebung mit etwa 70 Personen gegen die geplante Schulreform in Hamburg ab.
Quelle: Antifaschistisches Soziales Forum
17.07.10
Neofaschisten greifen eine Kundgebung der Antifaschistische Initiative Leonberg (AIL) in der Leonberger Innenstadt an. Zwei von ihnen werfen Flaschen auf die Rednerin des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Stuttgart und Region (AABS), bevor weitere Faschisten mit Pfefferspray und Baseballschlägern bewaffnet aus den Gebüschen brechen. Sie können niemanden verletzen. Die Polizei nimmt später einige der Angreifer fest.. Auf der Wache beobachten die Opfer erstaunt, wie Polizeibeamte und Täter kumpelhaft Zigarettenpausen miteinander einlegen.
Quelle: Antifaschistische Initiative Leonberg (AIL)
17.07.10
Bei Zella-Mehlis (Thüringen) berichten Antifas, daß auf dem Aussichtsberg Ruppberg in der Wanderhütte Neofaschisten aus der Gegend nicht nur mit faschistischer Musik, sondern auch mit „Sieg-Heil-Rufen“ feiern. Die Hütte wird vom gemeinnützigen „Ruppbergverein“ betrieben und vermietet.
Quelle: Indymedia
17.07.10
In Mecklenburg-Vorpommern versucht die NPD immer wieder, Kinderfeste auszurichten. Ein geplantes Fest in Anklam wird verboten, in Ueckermünde feiert der Kreisverband Uecker-Randow dagegen bereits das dritte Kinderfest, einen Tag nachdem die NPD in Stralsund ein Bürgerbüro eröffnet hatte.
Quelle: www.npd-blog.info
16.07.10
Ein verbeamteter Mitarbeiter des dem Verteidigungsministeriums unterstehenden Militärhistorischen Museums Dresden veröffentlicht zusammen mit einem Reserveoffizier ein geschichtsrevisionistisches Buch über „Sachsen 1945“ im NPD-Verlag „Deutsche Stimme“ und gibt der ebenfalls rechtsextremen„Deutschen Militärzeitschrift“ ein diesbezügliches Interview.
Quelle: „Dresdner Neueste Nachrichten“
16.07.10
Oliver Kasack, NPD-Kreisvorsitzender in Cham-Schwandorf (Bayern) fordert auf Facebook, linksstehenden politischen Gegnern „ihre verfluchten Kehlen auf[zu]schneiden und sie in ihren eigenen Blut ersaufen [zu] lassen“. Auf die Anregung eines anderen Users, sie „gleich [zu] verbrennen“, meint Kasack: „Schade um das Benzin“, es mache „doch mehr Spaß mit dem Messer ‚made in Solingen’“, mit „medizinischen Versuchen, a la Mengele“.
Quelle: Störungsmelder („ZEIT online“)
16.07.10
Unbekannte werfen die Scheibe des Parteibüros der Linkspartei in Duisburg ein. Einen Tag zuvor hatte die Antifa die Duisburger Neofaschisten Danny Müller und Andreas Kolb in ihrem Wohnumfeld geoutet. Offenbar aufgrund mangelnder Kenntnis der örtlichen Antifa-Strukturen war das Parteibüro der Linken ins Visier der Nachwuchsfaschisten geraten.
Quelle: Antifa Duisburg
16.07.10
Bei der Durchsuchung zweier Wohnungen in Berlin-Marzahn beschlagnahmt die Polizei mehr als 6500 CDs von neofaschistischen Bands Die Ermittlungen richten sich gegen den „Wearwolf-Versand“, der neben CDs Buttons mit Hakenkreuzen, Sigrunen und SS-Totenköpfen, Bücher, Videos und T-Shirts anbietet.
Quelle: Antifa Bündnis Marzahn-Hellersdorf, Autonome Antifa Freiburg
15.07.10
Am Morgen greifen rund 20 vermummte Neofaschisten in Forst (Brandenburg) das Kultur- und Begegnungszentrum „Park7“ an. Sie bewegen sich über einen Schleichweg auf das Gelände und werfen mit Pflastersteinen Scheiben des Hauptgebäudes ein. Im Gebäude sind unter anderem die Büros der Flüchtlingsinitiative, des Kreisjugendrings und der Suchtberatung untergebracht. Von den fünf Anwesenden verletzen sie niemanden. Im Vorfeld hatten Faschisten mehrfach Gäste des „Park7“ beim Verlassen des Geländes angegriffen.
Quelle: Antifa Forst, Antifa Cottbus
14.07.10
In Döbeln (Sachsen) setzen Neonazis den Wagen einer politischen Gegnerin und eines Zeugen in Brand, der im April gegen Faschisten vor Gericht aussagte. In letzterem Fall war der Anschlag angekündigt worden: „Dich und Deine Karre zünden wir auch noch an“, hatte ein stadtbekannter Faschist gedroht. Die Polizei prüft nun, „ob ein Zusammenhang besteht“.
Quelle. „Dresdner Neueste Nachrichten“
14.07.10
Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten setzt den Prozeß gegen einen Neonazi aus, der am 1.Mai auf dem Kurfürstendamm einem Polizisten eine Fahnenstange ins Gesicht gestoßen haben soll, um die Polizeikette zu durchbrechen. Das Gericht will vor der Fortsetzung ein Beweisvideo beschaffen und sichten. Mehr als 300 schwarz gekleidete und teils vermummte Faschisten hatten am 1.mai versucht, über den Ku´damm zu marschieren. Die Polizei konnte sie schließlich einkreisen und 200 von ihnen festnehmen.
Quelle: “Taz“
13.07.10
Ein Passant prügelt auf einen 44 Jahre alten Schwarzen vor einem Supermarkt in Berlin-Wedding ein, nachdem er ihn rassistisch beleidigt hat. Er entwendet ihm ein Päckchen Tabak und entfernt sich ungehindert..
Quelle: „Märkische Oderzeitung“, Pressemeldung der Polizei
12.07.10
Die Polizei führt erneut Razzien in antifaschistischen Projekten durch. Sie beschlagnahmt Ausgaben der Szenezeitschrift „Interim“, die eine Bauanleitung für einen Brandsatz enthält.. Betroffen sind der Laden Red Stuff in der Waldemarstraße, das M99 in der Manteuffelstraße, die beiden Schwarze-Risse-Buchläden im Mehringhof in Kreuzberg und in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg sowie das oh*21 in der Oranienstraße.
Quelle: Autonome Antifa Freiburg
11.07.10
Zehn Polizisten prügeln in Sindelfingen mit Schlagstöcken auf feiernde Abiturientinnen und Abiturienten vor der Stadthalle ein. Sie setzten Pfefferspray ein, verweigern die Nennung ihrer Dienstnummern, beschlagnahmen Mobiltelefone und schlagen einem Festgenommenen, nachdem sie ihn zu Boden gebracht haben, mit dem Tonfa ins Gesicht, weil er nicht sofort wieder aufsteht. Besonders brutal gehen die Polizisten gegen einen Gitarrespieler vor, auf den sie einprügeln und mit Pfefferspray traktieren. Er hatte beim Eintreffen der ersten Beamten gerade „Bullenschweine“ von Slime gespielt: „Wenn ich die Bullen seh` mit Knüppeln und Wummen, jedesmal sind wir die Dummen…“.
Quelle: „Stuttgarter Zeitung“, „Stuttgarter Nachrichten“, Initiative der Betroffenen
11.07.10
15 Rassisten beleidigen und attackieren zwei Schwarze in Berlin-Reinickendorf in einem Bus der Linie M21. Die Gruppe verläßt unbehelligt den Bus.
Quelle: Pressemeldung der Polizei, „Jungle World“
10.07.10
Zum achten „Rock für Deutschland“ unter dem Motto „Deutsches Geld für deutsche Ausgaben“ kommen ca. 1000 Neofaschisten. Im letzten Jahr waren es fast 4000. Sie feiern das „national befreite Gera“ und fordern: „Tod, Vernichtung diesem roten Mob!“. Im Vorfeld hatte das Verwaltungsgericht Gera dem Oberbürgermeister der Stadt, Norbert Vornehm (SPD), untersagt, zum Protest gegen das Festival aufzurufen.
Quelle: infothek.wordpress.com
10.07.10
Im Kreistag von Oberhavel (Brandenburg) stimmt erstmals in Brandenburg eine Mehrheit aus CDU, FDP und Teilen der Grünen für einen Antrag der NPD. Gerrit Große (Linke), Mitglied des Kreistages und Vizepräsidentin des Brandenburger Landtags, gibt daraufhin ihr Kreistagsmandat ab und tritt zurück.
Quelle: „Tagesspiegel“
“10.07.10
Im Landtag in Mecklenburg-Vorpommern droht die NPD mit Pogromen, falls nicht die „zügige“ Abschiebung von 55 „geduldeten Zigeunern aus dem Kosovo“ vorgenommen werde. Man solle dem „Massenzuzug Kulturfremder Einhalt gebieten“, das „Zusammenleben“ sei eine „Belastung und Zumutung“. „Nachbarschaftsstreitereien“ könnten sich „blitzschnell zu Pogromen entwickeln“. Der NPD-Abgeordnete Udo Pastörs lobt die Wehrmacht als „intelligent“ und wird des Saales verwiesen.
Quelle: www.endstation-rechts.de
10.07.10
In Duisburg besprühen Unbekannte das Anne-Frank-Denkmal am Kuhlenwall mit einem faschistischen Symbol, zudem kleben sie mehrfach Aufkleber und Plakate mit neofaschistischen Inhalten.
Quelle: Antifa Duisburg, Die Linke NRW
10.07.10
In Jülich-Selgersdorf (bei Aachen) findet das vom NPD-Kreisverband Düren und der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) organisierte „Nationale Fußballturnier Rheinland“ statt. Der örtliche Fußballverein hat angeblich keine Ahnung, wer den Platz nutzt. NPD-Kreischef Ingo Haller kündigt an, auch im nächsten Jahr ein solches Turnier abhalten zu wollen.
Quelle: http://klarmann.blogsport.de/
09.07.10
Das Amtsgericht Kiel verurteilt den bekannten Neofaschisten Christoph Rüdiger, der im April 2009 einen Berufstänzer am Rande einer Demonstration so schwer verletzt hatte, daß dieser auf einem Ohr taub bleibt, ständig Panikattacken bekommt und vermutlich nie wieder Tanzen wird, zu zwei Jahren und acht Monaten Haft. Das Opfer war Mitglied der Kieler Ballett-Kompanie und befand sich zufällig vor dem Opernhaus, als die Faschisten vorbeimarschierten. Die Polizei nahm den Täter zwar noch am selben Tag fest, setzte ihn aber wegen „nicht vorhandener Haftgründe“ sofort wieder auf freien Fuß.
Quelle: Antifa SFH
09.07.10
Im sogenannten Panzergraben-Prozeß gegen Axel Borkmann, den Organisator des alljährlichen Faschistentreffens am Panzergraben-Ehrenmal in Rheinau-Memprechtshofen (Baden-Württemberg) verurteilt das Landgericht Offenburg den 54jährigen wegen Anstiftung zur Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro. Er hatte 2008 französische Neofaschisten angewiesen, antifaschistische Transparente und Plakate abzureißen.
Quelle: Autonome Antifa Freiburg, „Badische Zeitung“
09.07.10
Türkischstämmige Migrantinnen und Migranten aus Berlin erstatten Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen Thilo Sarrazin. Sarrazin, Ex-Finanzsenator Berlins und Vorstandsmitglied der Bundesbank, hatte bei einem Vortrag im Juni geäußert, Deutschland werde durch Migrantinnen und Migranten und ihre Kinder „auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“.
Quelle: „Berliner Morgenpost“, „Stern“, „Handelsblatt“
09.07.10
Im Volkspark in Berlin-Friedrichshain schießt ein Deutscher einem 16jährigen Schwarzen mit einer Gaspistole ins Gesicht, nachdem er ihn aus einer Gruppe heraus als „Nigger“ bezeichnet hatte, und verletzt ihn massiv. Die Parkgäste hatten die Beleidigung toleriert. Die Antifa gibt an, daß bereits am 12.Juni vier Mitglieder der Autonomen Nationalisten im Volkspark beobachtet wurden, wie sie faschistische Parolen (u.a. „Scheiß Polacken“ und „Achtunachtzig“) brüllten. Auch hier schritten die zahlreichen „alternativen“ Parkgäste nicht ein, obwohl sie die Faschisten „registrierten“.
Quelle: Antifa Friedrichshain, Pressemeldung der Polizei
08.07.10
Die Zahl der rassistischen Übergriffe besonders gegen Schwarze und Roma ist mit der Wirtschaftskrise in Europa deutlich angestiegen; das belegt der Jahresbericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI). Nils Muiznieks, Vorsitzender der Kommission, sagte bei der Vorstellung des Berichts, die Übergriffe seien zudem deutlich brutaler geworden. Musliminnen und Muslime würden am Arbeitsplatz oder bei Behörden massiv diskriminiert, auch die Zahl antisemitischer Übergriffe auf Synagogen oder jüdische Friedhöfe sei nach wie vor hoch. Die deutschen Medien betonen den Anstieg in allen europäischen Staaten und sprechen (trotz des eindeutigen Namens der Kommission) durchweg von Fremdenfeindlichkeit statt Rassismus.
Quelle: ECRI
06.07.10
Das Amtsgericht Leipzig verurteilt den Neofaschisten Chris Rox für seine Beteiligung am Angriff auf Fans und Spieler des Fußballvereins Roter Stern Leipzig (RSL) im Oktober 2009 im sächsischen Brandis wegen versuchter, gefährlicher und schwerer Körperverletzungen zu drei Jahren und zwei Monaten Haft. Der Brandiser NPD-Kandidat ist Mitglied der Kameradschaft „Terror Crew Muldental“ (TCM), der auch der wegen desselben Überfalls zu zwei Jahren und vier Monaten verurteilte Alexander Lange angehört.
Quelle: npd-blog.info
05.07.10
Unbekannte verüben einen Brandanschlag auf das von fünf Menschen bewohnte Obdachlosenheim „Zur Grafenburg“ in Velbert (NRW). Ein Bewohner des Hauses kann die Flammen rechtzeitig löschen und so verhindern, daß das Feuer sich ausbreitet.
Quelle: Autonome Antifa Freiburg
02.07.10
Der 58jährige Slawik C. erhängt sich in der JVA-Langenhagen. Er sollte nach Armenien abgeschoben werden. Auch bei seiner Frau prüfen die Behörden derzeit, ob sie in ihre Heimat abgeschoben werden kann, der gemeinsame Sohn des Paares besitzt dagegen eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung.
Quelle: DPA
02.07.10
Bei einer Hausdurchsuchung bei 20 Mitgliedern der „Kameradschaft Märkisch Oder Barnim“ werden 337 Waffen, Propagandamaterial, Transparente und Kleidungsstücke beschlagnahmt. Die Kameradschaft soll als verfassungswidriger Verein verboten werden.
Quelle: Autonome Antifa Freiburg
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JUNI 2010
30.06.10
Ein jüdischer Restaurantbetreiber in Chemnitz wird von Politikern aufgefordert, über Bedrohungen und Angriffe zu schweigen, denen er permanent ausgesetzt ist; es werfe „doch ein schlechtes Licht auf die Stadt“, wenn er darüber rede. Bis dato hat er über 1.400 Drohanrufe wie: „Wir wissen, wo du wohnst – du wirst nicht mehr lange leben – verschwinde! Jude verrecke!“ erhalten; Faschisten beschmierten sein Restaurant „Shalom“ mit Hakenkreuzen, legten einen Schweinskopf ab, zerstachen ihm die Reifen, urinierten und spuckten in seinen Briefkasten.
Quelle: „Jüdische Allgemeine Zeitung
27.06.10
Das NPD-Parteiorgan „Deutsche Stimme“ ruft zu Protesten gegen die Inszenierung des Hemingway-Stücks von Der alte Mann und das Meer auf Rügen auf, weil der Autor im spanischen Bürgerkrieg auf der falschen Seite gekämpft und sich mit der Ermordung deutscher Soldaten gerühmt habe.
Quelle: Endstation rechts
26.06.10
Eine Gruppe Faschisten attackiert am Fennpfuhl in Berlin-Lichtenberg eine Transsexuelle und verletzen sie. Sie kann sich befreien und in eine Bar retten. Die Gruppe flüchtet und kann von der Polizei nicht gefunden werden.
Quelle: „BZ“
25.06.10
Wegen des Angriffs auf einen serbischen Staatsbürger aus Frankfurt werden drei Mitglieder der neofaschistischen „Freien Kräfte Schwalm Eder“ zu einem Jahr ohne Bewährung, einem Jahr mit Bewährung und drei Wochen Dauerarrest veurteilt. Das Opfer war mehrere Wochen arbeitsunfähig.
Quelle: „HNA“
23.06.10
In Gera (Thüringen) zünden Unbekannte den Briefkasten des Vereins „Netz von Betroffenen Rechtsextremer Gewalt und rassistischer Diskriminierung“ an. Der Brand kann gelöscht werden.. Zuletzt hatten Neonazis im Herbst 2009 die Scheiben im Geraer Büro der Grünen eingeworfen, im Dezember zum wiederholten Male die des Büros der Linken.
Quelle: Mobile Opferberatung Gera
11.06.10
Acht Unbekannte jagen zwei Schwarze durch Halberstadt. Sie brüllen „Neger“ und bewerfen sie mit Flaschen. Die beiden Männer retten sich ins belebte Stadtzentrum.
Quelle: Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt
03.06.10
Unbekannte teeren und federn den Eingangsbereich der Villa der Linken in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) und sprühen „Pech gehabt“ an das Gebäude.
Quelle: „Ostseezeitung“
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Fußball-WM-Special
Neonazi-Randale, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und drei Tote: so die Bilanz des "fröhlichen Partyotismus" bis zum Aus der deutschen Nationalmannschaft im Halbfinale der Fußball-WM. Aus gegebenem Anlaß präsentiert KONKRET diese Spezialausgabe der Chronik aus dem ganz normalen "Fußball-Deutschland".
07.07.2010 - HALBFINALAUS
In der Magdeburger Innenstadt randalieren nach der deutschen Niederlage rund 200 Neonazis. Sie skandieren faschistische Parolen, setzen Mülltonnen in Brand und greifen die anrückende Feuerwehr an. Die Polizei nimmt rund 80 Personen in Gewahrsam, gegen ein Dutzend von ihnen wird Strafanzeige erstattet.
Quelle: Stern.de
Mehrere orts- und polizeibekannte Neofaschisten prügeln nach dem WM-Spiel Spanien-BRD in Bad Freienwalde (Brandenburg) in einer Polizeiwache auf drei Jugendliche ein und verletzen sie. Unter den Angreifern befindet sich der mutmaßliche Anführer der am 2. Juli durchsuchten Kameradschaft Märkisch Oder Barnim (KMOB). Die Jugendlichen hatten sich in die Polizeiwache geflüchtet, nachdem die Neonazis sie aus ihrer Stammkneipe heraus angegriffen und verfolgt hatten. Die Polizei meldet Auseinandersetzung zwischen Personen der „rechts- und linksextremen Szene“, die sich vor der Wache „begegneten“.
Quelle: „Märkische Allgemeine“
Deutsche Fußballfans hacken die Website des spanischen Fußballverbandes Real Federación Española de Fútbol (RFEF).
Quelle: indymedia.linksunten.de
Die Polizei in Ahlen (NRW) verhindert nach dem Abpfiff eine Stürmung des spanischen Restaurants "Las Tapas". Eine Gruppe Deutscher hatte sich vor dem Lokal versammelt und Parolen skandiert. Drei Jugendliche werden festgenommen.
Quelle: "Münsterländische Volkszeitung"
In Düren (NRW) berichtet die Polizei von „kleineren“ gewalttätigen Übergriffen während der gesamten Nacht, angeblich ohne ernsthaft Verletzte. Die allgemeine Stimmungslage der Deutschen schätzt sie aber als so gefährlich ein, daß sie einen spanischen Autokorso untersagen. In einer benachbarten Ortschaft randalieren junge Fans, treten auf einen Wagen ein und demolieren ihn.
Quelle: Pressemeldung der Polizei
In Viersen (NRW) verletzten zwei Deutschland-Fans einen vermeintlichen Gegner beim sogenannten Public Viewing, in einem Linienbus attackieren und verletzen Fans einen Unbeteiligten, der daraufhin Strafantrag stellt.
Quelle: Pressemeldung der Polizei, Betroffene
In Mühlhausen (Thüringen) stirbt ein 21jähriger nach einer Messerattacke. Bei einem vorangegangenen Streit mit dem 20jährigen Tatverdächtigen "sei es wohl um Fußball gegangen", teilt die Polizei mit.
Quelle: ad-hoc-news.de
Ein alkoholisierter Deutschland-Fan greift in Karlsruhe zwei Polizisten mit Kopf- und Kniestößen an und wird, wie auch mehrere andere Randalierer, festgenommen. In Schwäbisch-Gmünd schlägt ein Mann auf ein Ehepaar ein, das ihn daran hindern will, sein Deutschland-Trikot an ihrem Zaun zu verbrennen. In Albstadt verursacht ein 18jähriger einen Verkehrsunfall, indem er sich mit mit einer Deutschland-Fahne einem Autokonvoi feiernder Spanier entgegenstellt und damit eine Fahrerin zum Ausweichen nötigt, die daraufhin mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenstößt.
Quelle: "Stuttgarter Zeitung"
Nach dem Verbrennen eine spanischen Flagge durch deutsche Zuschauer kommt es in Saarbrücken beinahe zu einer Massenschlägerei zwischen rund 40 spanischen und 200 deutschen Fans. Die Polizei muß die beiden Gruppen auseinanderdrängen. Später in der Nacht zünden Unbekannte mehrere Mülleimer in der Innenstadt an.
Quelle: "Saarbrücker Zeitung"
In Trier werfen frustrierte Deutsche Abfallbehälter um, zerreißen an der Straße abgestellte Wertstoffsäcke und verteilen den Müll auf der Straße. Ein 18jähriger wird festgenommen, nachdem er eine Gruppe feiernder Spanier mit Tritten und Schlägen angegriffen hatte.
Quelle: "Trierischer Volksfreund"
Die Berliner Polizei meldet nach dem 0:1 im Spiel Deutschland-Spanien 52 vorübergehende Festnahmen rund um die offizielle Fanmeile. Die Vorwürfe: "Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung, Pyrotechnik." Es habe mehr Vorfälle gegeben als bei den vorhergegangenen Deutschland-Spielen. Insgesamt sei die Stimmung aggressiver gewesen.
Quelle: "Tagesspiegel"
Nach der deutschen Halbfinalniederlage nimmt die Krefelder Polizei einen alkoholisierten Mann in Gewahrsam, nachdem dieser in einer Gaststätte randaliert hatte. Außerdem wird gegen einen 20jährigen ein Strafverfahren eingeleitet, der an drei Autos die Außenspiegel abgetreten hatte. Dabei verletzte er sich selbst so schwer, daß er ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte.
Quelle: Pressemitteilung der Polizei
In Maulburg bei Lörrach (Baden-Württemberg) randaliert nach dem Abpfiff eine "größere Personengruppe" am Bahnhof. Die Polizei nimmt mehrere Verdächtige unter dem Vorwurf der Sachbeschädigung fest. Auch in Ludwigsburg, Tuttlingen und Reutlingen kommt es zu Ausschreitungen frustrierter Deutscher.
Quelle: "Südkurier", "Heilbronner Stimme", "Reutlinger Generalanzeiger"
In Regensburg (Bayern) zieht eine Gruppe Skinheads Naziparolen rufend durch die Innenstadt. Anschließend randalieren sie in einer Gaststätte und schlagen den Barkeeper zusammen. Die herbeigerufene Polizei nimmt fünf Verdächtige fest, von denen einer bei der Festnahme unablässig "Heil Hitler!" brüllt. In Ingolstadt greifen Deutschland-Fans spanische und andere "südländisch aussehende" Zuschauer an.
Quelle: "Abendzeitung", Radio IN
In Hagen, Bochum, Dortmund, Mainz und Köln kommt es nach dem Halbfinalspiel zu Ausschreitungen; wiederholt werden Autokorsos spanischer Fans mit Flaschen und Steinen angegriffen. Auch im Kreis Mettmann kommt es zu Angriffen auf feiernde spanische Fans. Fünf Personen werden wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und anderer Delikte festgenommen. In Lüdenscheid machen Deutsche Jagd auf Träger spanischer Flaggen, in Düsseldorf werden feiernde Spanier mit dem Ruf "Raus aus Deutschland!" angepöbelt.
Quelle: "Der Westen", Pressemeldung der Polizei, RP online, "Lüdenscheider Nachrichten"
07.07.10
Bereits vor dem Spiel Spanien-Deutschland greifen rund 50 Neonazis die Bewohner des Bauwagenplatzes Kommando Rhino in Freiburg mit Faustschlägen, Flaschen- und Steinwürfen an. Dabei skandieren sie nationalistische und homophobe Sprechchöre.
Quelle: Autonome Antifa Freiburg
06.07.10
Eine Gruppe Neonazis versammelt sich auf dem Hamburger Kiez in der Nähe der Reeperbahn und greift ein von Linken bewohntes Haus mit Flaschenwürfen an, an dem ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland verrecke!" hängt. Die Polizei räumt schließlich die Straße vor dem Haus.
Quelle: npd-blog.info
05.07.10
Nach einem Streit über die Anzahl deutscher und italienischer WM-Titel schießt ein Mann in einer Kneipe in Hannover zwei italienische Staatsbürger nieder; beide Opfer sterben an ihren Verletzungen. Der mutmaßliche Täter, ein 42jähriger Deutscher, stellt sich später auf Mallorca der Polizei.
Quelle: Welt online
04.07.10
Die Reisebürokette STA Travel belohnt nationale Gesinnung mit geldwerten Vorteilen. In einem Newsletter der Firma heißt es: "Wir schenken allen Deutschland-Fans einen 50-Euro-Gutschein! Komme mit dem Gutschein in deinen Shop und zeig uns, dass du auch im WM-Fieber bist (z.B. im Deutschlandtrikot, Deutschlandfarben auf der Wange oder Fähnchen in der Hand). Wir wünschen dir noch viel Spaß beim Feiern!"
Quelle: STA Travel
03.07.10
In der Frankfurter Commerzbank-Arena zeigt eine Gruppe offen auftretender Neonazis beim "Public Viewing" während des Spiels Argentinien-Deutschland den Hitlergruß. Die Polizei schreitet nicht ein. Bereits beim "Public Viewing" auf dem Frankfurter Rossmarkt bei einem vorangegangenen Deutschland-Spiel wurde nach Auskunft eines Polizisten ein Mann festgenommen, der sich ein großes Hakenkreuz auf den Körper gemalt hatte. Die Polizei war nach eigenen Angaben von einem Pressevertreter darauf aufmerksam gemacht worden, niemand der Feiernden hatte auf das Zeigen des Nazisymbols reagiert beziehungsweise war dagegen eingeschritten.
Quelle: Störungsmelder
28.06.10
Auf der sogenannten Fanfeier in Berlin nimmt die Polizei 75 Deutsche wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Diebstahl fest, unter ihnen auch 23 rechte Cottbusser Hooligans, die auf der Straße des 17. Juni zwei Rauchgasbomben gezündet hatten.
Quelle APN
28.06.10
Ein deutscher Fußballfan wirft in Wurzen (Sachsen) ein 15 Jahre altes Mädchen aus einem Zug. Er steigt in die Regionalbahn ein, beschimpft und beleidigt die Fahrgäste und zerrt bei einem Halt die Jugendliche zurTür und wirft sie und ihr Fahrrad auf den Bahnsteig. Das Mädchen wird leicht verletzt.
Quelle: DDP
22.06.10
Vor dem Spiel Ghana-BRD greifen in Berlin zwei Deutsche gezielt einen Schwarzen in einer U-Bahn an, prügeln auf ihn ein und beleidigen ihn rassistisch, nachdem sie sich über das anstehende Spiel ebenfalls rassistisch unterhalten haben. Sie fügen dem 31jährigen eine Platzwunde im Gesicht und Prellungen am Kiefer zu, bis er sich mit einer zerbrochenen Flasche zur Wehr setzt. Die herbeigerufene Polizei leitet nicht nur Ermittlungen gegen die Angreifer ein, sondern auch gegen das Opfer.
Quelle: "Tagesspiegel"
21.06.10
Vier deutsche Fußballfans greifen in Saarbrücken eine Gruppe Schwarzer an, nachdem sie eine überdimensionale Deutschlandfahne über die Gruppe ziehen. Auf den Protest der Schwarzen hin zieht einer der Deutschen ein Messer und sticht auf drei Männer ein. Er verletzt sie leicht und flüchtet mit seinen Kameraden. In Halle attackieren Fans einen Autofahrer. Sie zerren ihn aus seinem Wagen, nachdem sie zunächst das Auto bedrängen und mit Böllern bewerfen.
Quelle: DDP
21.06.10
Eine Gruppe junger Deutscher reißt eine DDR-Fahne vom Wagen eines 29-Jährigen in Dresden und greift den Besitzer der Fahne mit Tränengas an. Sie verletzen ihn damit an den Augen und den Atemwegen.
Quelle: "Dredner Neueste Nachrichten"
21.06.10
Bei diversen Autokorsos nach dem Spiel BRD-England werden mehrere Menschen verletzt. In Bremerhaven schießt ein unbekannter verletzt mit einer Luftdruckwaffe einen 19jährigen und eine 21jährige Frau, in Mönchengladbach fahren vier Fahrzeuge eines Autokorsos ineinander. Acht Personen werden verletzt. Bei einem Autokorso in Mülheim an der Ruhr fallen zwei auf dem Rücksitz stehende 16jährige bei einer Kollision aus einem Cabrio und ziehen sich schwere Verletzungen zu.
Quelle: DDP
21.06.10
Weil der BRD-Nationalspieler Ballack sich bei einem Foul von dem Schwarzen Fußballer Kevin Boateng massiv verletzte, wird er in TV und Printmedien rassistisch angegriffen. Sein Bruder Jerome Boateng, beklagt sich über rassistische E-Mails und Kommentare in Internetforen: "Es kann nicht sein, dass so viele Menschen im Internet Seiten gründen und rassistisch werden. Was meinen Sie, wie viele E-Mails mein Berater erhalten hat, deren Inhalt gegen mich gerichtet ist und rein nichts mit Fußball zu tun hat", sagte Jerome Boateng, "das kann ich nicht verstehen, da werde auch ich wütend".
Quelle: "Die Zeit", Laut gegen Nazis
14.06.10
In Pforzheim (Baden-Württemberg) berichtet die Polizei: „Übermut nach 4:0-Sieg: Polizistin ins Gesicht getreten“. Weitere „Übermütige“ werfen bei Korsos Flaschen und Böller auf die Polizei und steigen auf Autodächer.
Quelle: „Pforzheimer Zeitung“
14.06.10
Im Anschluß an das WM-Auftaktspiel Australien-BRD greifen zwei Deutschland-Fans stellt in Halle einen Punk an, der protestiert, als mehrere Fans „Sieg Heil“ brüllen. Er erleidet unter anderem eine Kieferprellung durch Tritte ins Gesicht. Die zahlreichen Umstehenden greifen nicht ein.
Quelle: Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt
28.05.10
Die NPD rüstet für die Fußball-Weltmeisterschaft, allerdings nicht wie 2006 mit offenem Rassismus gegenüber nicht-deutschstämmigen Nationalspielern, sondern mit einem entschärften WM-Planer: "Laßt stolz unsere Fahne weh`n - wir woll`n Deutschland siegen seh`n". Auch die DVU verbreitet ein Flugblatt zur WM: "Wir sind 365 Tage im Jahr für sie da - Auch nach der WM sollten wir stolz auf unser Land sein dürfen" steht neben einem überdimensionierten Fußball. Neofaschistische Bands sind weniger zurückhaltend. Die Nazi-Band Kategorie C - Hungrige Wölfe singt vom "Auf-die-Jagd-gehen", in einem "Afrika-Song" gibt sie Affenlaute und Tarzangeschrei von sich, lobt die Kolonialzeit und hetzt gegen Schwarze als "aidsverseuchte Aasgeier".
Quelle: npd-blog.info
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