Donnerstag, 11. März 2010
   
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36 Jahre Konkret CD

36 Jahre Konkret CD


Aus aktuellem Anlaß

ZWI local bureau Berlin - Zentrum für Wirtschaft und Integration
No-go-area Deutschland

In dieser monatlichen Chronik werden Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag dokumentiert. Um eine möglichst vollständige Aufzählung zu gewährleisten, werden Leser gebeten, ihnen bekanntgewordene rassistische, antisemitische und/oder neofaschistische Vorfälle (mit Quellenangabe) an die E-Mail-Adresse nogoarea_D@web.de zu melden; an dieser Stelle einen herzlichen Dank an die zahlreichen Leserinnen und Leser, die diese Möglichkeit bereits genutzt haben. Alle bisherigen Monatschroniken können bei der Redaktion angefordert werden.
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Klaus Herding
"De omnibus disputandum"

Plakatentwurf Christoph Krämer 2006
Ein Nachruf auf den Künstler und langjährigen KONKRET-Graphiker Christoph Krämer, vorgetragen auf der Abschiedsfeier am 27. Februar im Kunsthaus Hamburg.

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Georg Fülberth
Das Volksgericht

Am 2. März entschied das Bundesverfassungsgericht, daß die Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung nicht verhältnismäßig seien. Wie es zu solchen populären Urteilen zum Datenschutz kommt, erklärte Georg Fülberth in KONKRET 5/08, als sich das Gericht zum ersten Mal mit der Vorratsdatenspeicherung befaßt hatte.
Der Bundespräsident und das Bundesverfassungsgericht (BVG) sind im Volk beliebt, weil sie scheinbar über den Parteien stehen, denen sie aber in Wirklichkeit zu Dank verpflichtet sind: Sie werden von der Bundesversammlung (Bundespräsident) beziehungsweise vom Richterwahlausschuß des Bundestags und vom Bundesrat (Gericht) bestimmt - also insgesamt von Gremien, in denen die Parteien das Sagen haben. Wenn sie anschließend die Hand ein bißchen (aber nicht sehr) beißen, die sie vorher ins Amt gefüttert hat, gilt das als überraschend und sympathisch. Beiden Institutionen wird eine gleichsam monarchische Würde zugesprochen.

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Gunnar Schubert
Opfermythen (1)

Während am 13. Februar der jährliche "Gedenkmarsch" mehrerer tausend Neonazis anläßlich des Jahrerstags der Bombardierung Dresdens erstmals durch massive Blockaden eines antifaschistischen Bündnisses verhindert werden konnte, zog es das offizielle Dresden vor, fernab der Geschehnisse über den "Mißbrauch" des Gedenkens durch die Faschisten zu jammern. Warum die Nazis mit ihrer Propaganda nahtlos an das Geschichtsbild des Mainstreams anknüpfen können, zeigt Gunnar Schubert in seinem Buch Die kollektive Unschuld. Wie der Dresden-Schwindel zum nationalen Opfermythos wurde (konkret texte 42). Er widerlegt systematisch die zahlreichen kursierenden Legenden, in denen sich die Deutschen zu Opfern der alliierten "Terrorangriffe" machen. In einem Interview in der "Frankfurter Rundschau" vom 15. Februar spricht Schubert über den Mythos Dresden und die Langzeitwirkung der Goebbels-Propaganda.

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Erich Später
Opfermythen (2)

Eine weitere Legende aus dem Fundus deutscher Opfersagen ist die Umdeutung der Geschichte der Vertriebenen. Anläßlich der Einigung der Bundesregierung mit der Obervertriebenen Erika Steinbach über die Besetzung des Stiftungsrats des geplanten "Zenrums gegen Vertreibung" sprach die "Frankfurter Rundschau" am 12. Februar auch mit KONKRET-Autor Erich Später.

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KONKRET Text 50


KONKRET Text 49


Literatur Konkret Nr. 34