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 BONUSZAHLUNGEN (1)
14. Juni, "Spiegel online": 3,56 Euro - so viel verdienen Zimmermädchen nach "Spiegel"-Informationen pro Stunde bei dem Gebäudereiniger B+K, der auch im Bundestag putzt. Einen Verstoß gegen das Mindestlohngesetz sieht man bei dem Unternehmen nicht. Die Angestellten könnten sich ihr Salär ja mit Flaschenpfand aufbessern. LIBERALISIERUNG
17. Juni, "Rheinische Post" (Online-Ausgabe): In der chinesischen Hauptstadt Peking sollen zur Vollstreckung der Todesstrafe bald Giftspritzen eingesetzt werden. Wie die Tageszeitung "China Daily" berichtete, wurde dafür in einem Gefängnis am Stadtrand Pekings ein neues Hinrichtungszentrum eingerichtet. Diese Methode "gilt als humaner, weil sie die Angst und den Schmerz des Kriminellen gegenüber einer Erschießung reduziert", sagte Hu Yunteng vom Obersten Volksgericht. EIN, ZWEI, VIELE KRÜMMELS
18. Juni, "Wall Street Journal" (Online-Ausgabe): Der Vorstandsvorsitzende des schwedischen Versorgers Vattenfall hat die Einladung, UN-Klimaberater in einem vom UN-Generalsekretär neueingerichteten Beratungsgremium zu werden, angenommen. Vattenfalls Chef Lars Josefsson sagte, er hoffe, daß dieses hochrangige Beratungsorgan eine wichtige Rolle spielen werde bei der Förderung von Entscheidungen und Maßnahmen, die für die Eindämmung des Klimawandels bedeutsam seien. "Die Einladung ist auch eine Anerkennung von Vattenfalls Anstrengungen, das Thema Energie und Klima voranzutreiben", fügte Josefsson hinzu. EVIL EMPIRE (1)
22. Juni, "Queer.de": Sieben Philippiner sind in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wegen der Teilnahme an einer "Schwulenparty" verhaftet worden - ihnen drohen nun Haftstrafen und Peitschenhiebe. Wie die philippinische Botschaft bekanntgab, wurden die Männer auf einer privaten Veranstaltung am 13. Juni von der Religionspolizei festgenommen. Sie feierten dort den philippinischen Unabhängigkeitstag. Ihnen wird "die Zurschaustellung von Homosexualität" und das "Imitieren von Frauen" vorgeworfen, weil ein Teil der Gruppe in weiblicher Kleidung und mit Perücken angetroffen wurde. Außerdem ist bei den Männern Alkohol gefunden worden, der in Saudi-Arabien verboten ist. Nach Angaben der Botschaft drohen den Philippinern mindestens 50 Peitschenhiebe und sechs Monate im Gefängnis. Die Polizei wirft den Männern keine homosexuellen Handlungen vor, heißt es weiter. Eine solche Anklage könnte die Todesstrafe zur Folge haben. In Saudi-Arabien arbeiten mehrere Millionen Gastarbeiter, darunter zirka eine Million Philippiner. Sie erledigen Arbeiten, für die keine einheimischen Kräfte gefunden werden können. ISLAMISCHE REPUBLIK (1)
26. Juni, AFP: Im Nordwesten Pakistans ist erneut ein Bombenanschlag auf eine Mädchenschule verübt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sprengten Aufständische das Gebäude in dem Dorf Mattni nahe der Stadt Peshawar in die Luft. Da die Schulen im Sommer geschlossen sind, kam niemand zu Schaden. In der Nordwestprovinz an der Grenze zu Afghanistan kämpfen Radikale für die Einführung des islamischen Sharia-Rechts. Sie haben im Swat-Tal in den vergangenen zwei Jahren mindestens 191 Schulen gesprengt, darunter 122 Mädchenschulen. Zudem drohten sie, alle Mädchen zu töten, die zur Schule gehen. Das idyllische Swat-Tal war früher eine beliebte Urlaubsregion Pakistans. BRUMM, BRUMM
4. Juli, "FAZ": Bernie Ecclestone, der 78 Jahre alte Vermarkter der Formel 1, hat seiner Bewunderung für totalitäre Regime Ausdruck verliehen und Adolf Hitler für dessen Durchsetzungsvermögen gelobt. In einem Gespräch mit der britischen Tageszeitung "The Times" sagte er, daß Hitler viele Menschen befehligt habe und in der Lage gewesen sei, "Dinge zu erledigen". Zudem äußerte Ecclestone Zweifel daran, daß Hitler die von ihm begangenen Verbrechen tatsächlich habe begehen wollen. "Ich glaube, daß er zu bestimmten Dingen überredet worden ist - und ich habe keine Ahnung, ob er es wirklich machen wollte oder nicht." Vor allem die Machtfülle und die damit einhergehenden Möglichkeiten Hitlers faszinieren Ecclestone, der gleichwohl einräumt, daß Hitler auch Fehler begangen habe: "Am Ende hat er die Orientierung verloren, also war er kein sehr guter Diktator." MÖÖP, MÖÖP
7. Juli, "Auto.de": 68 Prozent der Deutschen flirten im Straßenverkehr ... Die Mehrheit der Befragten fährt an dem angepeilten Pkw vorbei und lächelt hinein (55 Prozent). Viele hoffen auch darauf, daß die ins Visier genommene Person selbst auf sie aufmerksam wird (31 Prozent) oder ihren getunten Wagen bemerkt (vier Prozent). Insgesamt lediglich zehn Prozent gehen offensiver vor, damit sie wahrgenommen werden: Sie hupen und winken (vier Prozent), öffnen das Fenster und drehen die Musik laut auf (vier Prozent) oder überholen und bremsen scharf (zwei Prozent). KONSERVATISMUS
8. Juli, "Rheinische Post" (Online-Ausgabe): Der Oberste Gerichtshof in Indien hat sich gegen die Giftspritze als einzige Hinrichtungsmethode entschieden. Zum Tode Verurteilte sollen weiterhin gehenkt werden. Mit dem Urteil wiesen die Richter die Petition eines Menschenrechtsaktivisten ab, der den Tod durch Erhängen als "grausam und schmerzhaft" bezeichnet hat. Die Richter erklärten, man könne nicht wissen, welche Schmerzen das Erhängen verursachen würde und ob der Tod per Giftspritze schmerzfrei wäre. "Die Finanzaristokratie, in ihrer Erwerbsweise wie in ihren Genüssen, ist nichts als die Wiedergeburt des Lumpenproletariats auf den Höhen der bürgerlichen Gesellschaft"
 Karl Marx: "Die Klassenkämpfe in Frankreich 1848 bis 1850" ISLAMISCHE REPUBLIK (2)
10. Juli, "Focus Online": Somalische Islamisten der Gruppe Al-Schabaab haben Augenzeugenberichten zufolge sieben Menschen enthaupten lassen. Al-Schabaab habe erklärt, es handle sich um Christen und Spione, sagte ein Angehöriger nach den Hinrichtungen in der Stadt Baidoa. Nach somalischen Angaben ist es die bisher größte Hinrichtungsaktion in dem Land. In westlichen Sicherheitskreisen gilt Al-Schabaab (arabisch für "Die Jugend"), die weite Teile des südlichen Somalia und Gebiete in der Hauptstadt Mogadischu kontrolliert, als Arm der Extremistenorganisation Al-Qaida. Im Juni hatte die Gruppe bereits drei Menschen in der gleichen Region enthauptet. BONUSZAHLUNGEN (2)
11. Juli, "Sueddeutsche.de": Der Aufsichtsratsvorsitzende der angeschlagenen HSH Nordbank, Hilmar Kopper, hat eine Sonderzahlung an den Vorstandschef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, bestätigt. Er solle eine bereits im Vorjahr vereinbarte einmalige Ausgleichszahlung bekommen, wie es zuvor vom bisherigen Präsidialausschuß entschieden worden sei, teilte Kopper mit ... Nach Angaben von NDR Info erhält Nonnenmacher eine Sondervergütung von insgesamt 2,9 Millionen Euro. Der Sender beruft sich auf eine Erklärung von Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) an die Hamburgische Bürgerschaft. Danach hatten die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein sowie die Regierungsfraktionen dem Präsidialausschuß der Bank ihr Einverständnis zu der Zahlung erteilt. "Nur so habe man Nonnenmacher als Vorstandsvorsitzenden halten können", zitierte NDR Info aus der Erklärung ... Unterdessen wurde bekannt, daß der angeschlagene US-Versicherungsriese AIG die Regierung in Washington um die Freigabe von millionenschweren Bonuszahlungen bitten will: Wie die "Washington Post" berichtete, sollen die Manager des unter staatlicher Kontrolle stehenden Unternehmens bis März kommenden Jahres Prämien in Höhe von insgesamt 250 Millionen Dollar erhalten. EVIL EMPIRE (2)
11. Juli, BBC: Eine Familie in Saudi-Arabien erhebt vor Gericht Anklage gegen einen "Dschinn", dem sie Diebstahl und Belästigung vorwirft. Nach Informationen der Tageszeitung "Al Watan" wird der Geist beschuldigt, die Familie zu bedrohen, Steine zu werfen und Mobiltelefone zu stehlen. Die Familie lebt seit 15 Jahren in demselben Haus in der Nähe der Stadt Medina, sei aber erst kürzlich auf den Geist aufmerksam geworden. Nun ist sie ausgezogen. Ein örtliches Gericht ermittelt. In der islamischen Theologie sind Dschinns Geister, die Menschen belästigen oder von ihnen Besitz ergreifen. "Wir fingen an, seltsame Geräusche zu hören", sagte das Oberhaupt der Familie der Zeitung. Seinen Namen will er nicht genannt sehen. "Anfangs nahmen wir es nicht ernst, aber dann passierten noch seltsamere Dinge, und vor allem die Kinder gerieten in Angst, als der Dschinn anfing, Steine zu schmeißen." Er fügte hinzu: "Erst sprach eine Frau zu mir, dann ein Mann. Sie sagten, wir sollten ausziehen." Ein örtliches Gericht erklärte, den Wahrheitsgehalt der Behauptungen prüfen zu wollen, "trotz der Schwierigkeiten", die es dabei gebe. EVIL EMPIRE (3)
13. Juli, DPA: Wer in Saudi-Arabien eine Festanstellung als islamischer Religionspolizist anstrebt, sollte sich unbedingt einen Rauschebart zulegen. Denn Männer mit glattrasiertem Kinn, Schnurrbart oder Ziegenbärtchen können bei der Kommission für die Förderung der Tugend und die Verhinderung des Lasters keine Karriere machen. Die Zeitung "Saudi Gazette" berichtete am Montag, der Personalchef der Religionspolizei in der Stadt Hail habe erklärt, ein Studium des islamischen Rechts ("Sharia") und ein Vollbart gehörten zu den Voraussetzungen für die Einstellung als Tugendwächter. Aufgabe der Religionspolizisten ist es unter anderem, zu verhindern, daß sich Frauen in der Öffentlichkeit ohne Kopftuch zeigen. Sie zwingen die muslimischen Männer, zur Gebetszeit die Moschee aufzusuchen. Außerdem achten sie darauf, daß es nirgendwo Kontakte zwischen Männern und Frauen gibt, die nicht miteinander verwandt oder verheiratet sind. KRIMINALITÄT.ORG
13. Juli, "Hessisch-Niedersächsische Allgemeine" (Online-Ausgabe): Ein Skandal überschattet die Deutsche Meisterschaft im Kirschsteinspucken, die am Sonntag während der Kesperkirmes in Witzenhausen ausgetragen wurde: Etliche Kirschkerne waren manipuliert und mit Lack überzogen. Damit wollten sich die Teilnehmer einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Fachleute gehen davon aus, daß die veränderten Steine bis zu fünf Meter weiter fliegen als naturbelassene. Rekordhalter aus dem Jahr 2008 ist Thomas Brübach (24,33 Meter). Sein neuer Rekord von 24,76 Meter hat nun keine Gültigkeit. Gerüchte über die Manipulation machten bereits am Sonntag abend in Witzenhausen zum Ausklang des Kirschenfestes die Runde. Deshalb ging die Veranstaltergemeinschaft (Verkehrsverein/Aktionsgemeinschaft Handel und Gewerbe) am Montag schweren Herzens an die Öffentlichkeit und räumte die Panne ein. Alle Ergebnisse wurden annulliert, Rekorde haben keine Bedeutung. Sprecher Ulrich Walger bedauerte den offenkundigen Betrugsversuch. ABWRACKPRÄMIE
13. Juli, "Jerusalem Post" (Online-Ausgabe): Hundert Witwen aus Gaza sind in einer Massenzeremonie an den Stränden von Gaza wiederverheiratet worden, nachdem sie ihre Ehemänner im Januar während des 22tägigen Krieges mit Israel verloren hatten. Die Frauen - die alle verschleiert waren und lange schwarze Kleidung und Handschuhe trugen - wurden in einer großen von der islamischen Bewegung Hamas organisierten Hochzeit an einen zweiten Ehemann verheiratet. Sie waren verwitwet, nachdem ihre Ehemänner, Hamas-Kämpfer, getötet worden waren. Alle Männer und Frauen, die an der Hochzeit teilnahmen, waren unter 25 und loyal gegenüber der Hamas. Für viele der Bräutigame, die für das Heiraten einer Witwe 2.800 Dollar von der Hamas bekommen, ist es die Zweitfrau. - Stefan Frank -
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KONKRET Text 50
KONKRET Text 49
Literatur Konkret Nr. 34
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