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36 Jahre Konkret CD

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Heft 08 2011

an konkret

GELBES VOM EI

KONKRET 6/11: "Amerika akbar" von Hermann L. Gremliza

Hin und wieder ist sogar gegen Ihre sonst sehr geschätzte Kolumne Einspruch nötig: Ein Staat ist doch keine Firma und "konkurriert" daher auch nicht! "Die Amerikaner" bringen mir weder Apple noch Ei, noch den Strom aus der Steckdose, Chewing Gum, Coca Cola oder Cheeseburger. Wer etwas anderes behauptet, ist entweder ein Anhänger der Juso-Theorie des Staatsmonopolkapitalismus (wie Gerhard Schröder), Dezisionist, Technikfetischist oder Populist und tut sich letztlich keinen Gefallen damit. Und damit fällt dann auch der Rest Ihrer Argumentation gegen den völlig einsichtigen, nicht einfältigen, Ami.
- Markus Sabri, per E-Mail -

GRÜNE HÖLLE

KONKRET 7/11: "Brave New World" von Rainer Trampert

Daß der Energie- und Ressourcenhunger der Volkswirtschaften - übrigens nicht nur der kapitalistischen - die natürliche Welt vermutlich in ein Trümmerfeld, vielleicht aber auch einen gift- oder strahlungsverseuchten Friedhof verwandeln könnte, ist ja nicht neu. Auch Marx sah bereits, daß die Werterzeugung mit "stofflicher Umwandlung" einhergeht, Altvater ging so weit, die Lehrsätze der Entropie auf die Ökonomie anzuwenden. Was aber wäre die Alternative, wenn selbst regenerative Energiequellen und Energiespartechnologien "schmutzig" sind? Die Ökodiktatur? Grün-braune Askese? Das von Trampert skizzierte Bild des "Nebenerwerbsunternehmers" liest sich amüsant und mag als Ideologiekritik am "grünen Kapitalismus" durchgehen; ein realistisches Bild von der zukünftigen Energieproduktion sehe ich darin nicht. Diese wird - überwiegend - nicht dezentral und daher durch große, kapitalkräftige Konzerne und Konsortien stattfinden. Der Gutbürger engagiert sich bereits heute unter anderem in Form "grüner" Fondsbeteiligungen an Solar- und Windkraftanlagen - daß die Großen der Branche solche Investitionen (noch) scheuen und statt dessen den Bau neuer Kohlekraftwerke planen, ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen betriebswirtschaftlich vernünftig. Mal sehen, ob Desertec wirklich ans Netz gebracht wird - Solarzellen auf Eigenheimen jedenfalls werden sich nach Auslaufen der Förderungen als energiepolitischer Nonsens entpuppen.
- Thomas Sand, per E-Mail -

BLAUE BOHNEN

KONKRET 7/11: "Zu Lande, zu Wasser und in der Luft" von Alex Feuerherdt

Ich finde es abscheulich, wie die Schüsse israelischer Soldaten auf palästinensische Demonstranten in diesem Artikel als Notwehr gerechtfertigt werden. Geschickt wird den Palästinensern implizit das Recht zum Widerstand abgesprochen und die Aussagen der israelischen Armee zur Tötung aus "Notwehr" unhinterfragt als einzige Wahrheit übernommen. Ich erwarte keinesfalls, daß man sich in diesem ausgesprochen vielschichtigen Konflikt auf die Seite der Palästinenser schlägt, aber eine ausgewogenere Darstellung des Konflikts hätte man durchaus erwarten können!
- Manuel Baghorn, per E-Mail -

MAVI MARMARA

KONKRET 7/11: "Kein Frieden mit links" von Philipp Schmidt

Sie haben sich wohl im Mainstream der politischen Korrektheit verheddert. Nach dem Motto "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" haben Sie einen Kommentar kreiert, der Äpfel mit Birnen und Ursache mit Wirkung verwechselt. Antisemitismus, ob verdeckt oder offen, ist weder zu beschönigen noch eine wirkliche Antwort auf objektive politische Vorgänge in einer Gesellschaft. Die Sündenbocktheorie lebt leider bei dem einen oder anderen Zeitgenossen weiter. Allerdings darf und sollte man die Politik Israels bezogen auf den Gazastreifen kritisieren! Not und Elend sind der Nährboden für Fanatismus und Extremismus. Sie implizieren wahltaktisches Kalkül bei der Linken. Das ist reine Spekulation, die Sie weder belegen noch begründen können. Vielleicht stellen Sie auch noch die Behauptung auf, einige Abgeordnete der Linken sind in ihrer Freizeit NPD-Kader ...
- Mirko Düsterdieck, per E-Mail -

WEISSE ZWERGE

KONKRET 6/11: "Technobabble" von Svenna Triebler

Die Behauptung, die Sonne und alle anderen Sterne würden permanent Wasserstoff zu Helium umwandeln, trägt der wunderbaren Vielfalt von Sternen im fortgeschrittenen Alter leider keinerlei Rechnung. Sterne über etwa 0,3 Sonnenmassen verlassen am Ende ihres Sternenlebens die sogenannte Hauptreihe, um ihre letzten Tage damit zu verbringen, beispielsweise dem Helium- oder Kohlenstoffbrennen zu frönen und so mannigfaltige Elemente bis hin zum Eisen zu produzieren. Erst so entstanden all die Ingredienzien, die Planeten, Menschen und Fusionsreaktoren möglich machen.
- Thomas Penz, Köln -

ROTES BUCH

KONKRET 7/11: "Brennen für den Job" von Peter Kusenberg

Die Unternehmenskultur derjenigen Firmen, die Computerspiele herstellen, mag in Wahrheit eine Unkultur sein. Aber gilt das nicht für alle Unternehmungen unter warenförmigen Verhältnissen? Dem Verfasser wäre dies vielleicht aufgegangen, würde sich seine Lektüre nicht auf das Geschwurbel dieses philosophisch eher uninteressanten Jazzkritikers beschränken, sondern auch das OEuvre Maos umfassen; er hätte dann sicher begriffen, daß es ja auch genau deswegen nicht nur einer Revolution der ökonomischen Basis, sondern auch des kulturellen Überbaus bedarf. Unerträglich aber ist dieses ubiquitäre Gedisse gegen World of Warcraft. Vor einigen Jahrzehnten galt es noch als cool, mit einem Stromkolben bewaffnet und bis unter die Schädeldecke zugedröhnt als Mitglied einer Band die eigene bürgerliche Existenz zu zerstören. Wer heute dagegen dieselbe dadurch liquidiert, daß er sich in digitale Schlachten gegen Orks und böse Zauberer stürzt, anstatt das kaputte Selbst durch die Pflege sogenannter realer Kontakte zu reproduzieren, gilt günstigstenfalls als Soziopath. Wie viele andere ist der Verfasser in einem Paradigma der Vergangenheit befangen. Er sieht nicht, daß World of Warcraft der Rock'n'Roll des 21. Jahrhunderts ist.
- Thorhack, der Krieger (dessen analoge Hülle in Esslingen am Neckar eine mäßig spektakuläre Existenz fristet) -

GELENKGOLD

KONKRET 7/11: Tomayers ehrliches Tagebuch

Ich danke Ihnen für Ihr "ehrliches Tagebuch", das ich seit Jahren mit großem Vergnügen lese. In der letzten Ausgabe waren links auf dem Werbefoto Mann und Frau zu sehen, die voller Freude in die Kamera schauen. Beim Vergleich mit den Fotos von Herrn "Dr. Robert Paulus" und seiner Kollegin Frau "Dr. Andrea Rosenberg" kamen mir die abgebildeten Personen recht ähnlich vor. Ob die Fa. Cosmowell durch Umschminken die Kosten für verschiedene Personen auch noch gespart hat? Mit herzlichen Grüßen und dem Wunsch, daß Ihre Gelenke gesunden und Sie schmerzfrei gehen, laufen, Fahrrad fahren und noch viele "ehrliche Tagebücher" schreiben können,
- Hans-Helmut Faure, per Fax -

KONKRET Text 56


KONKRET Text 55


Literatur Konkret Nr. 36