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36 Jahre Konkret CD

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Heft 11 2010

an konkret

SPRACHERZIEHUNG

KONKRET 10/10: "Man wird ja wohl noch ..." von Hermann L. Gremliza und "Mob und Elite" von Georg Fülberth

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, zwei konkret(e) Artikel gehen mir nicht aus dem Sinn. Was mich so nachdenklich macht, ist die beiden Artikeln eigene Indifferenz der Autoren in bezug auf Sarrazins Brandstiftergebaren. Zwar wird von beiden einleuchtend und detailliert dargelegt, in welchem gesellschaftlichen Umfeld sich Sarrazins Brandstifterei abspielt, aber in der direkten Beurteilung der Sache Sarrazin selbst halten sich beide merkwürdig zurück, geben sich nahezu distanziert. Fülberth spricht gar nur von "einem Spektakel", das der Ablenkung von den Grausamkeiten der Regierungselite gedient habe. Warum hält er sich in seinem abschließenden Urteil derart zurück? Immerhin geht und ging es in der Sache Sarrazin um Aufhetzung zum Rassenhaß und gegen Minderheiten, um gezielten Tabubruch hinsichtlich des bisher weitgehend tabuisierten Wörterbuchs des Unmenschen. Auch Gremliza hält sich in bezug auf die eigentliche Sache Sarrazin raus, schreibt um den Brei herum. Wer immer wieder das Drecksblatt Drecksblatt nennt, weil es nun mal ein solches ist, warum trifft der keine eindeutige Aussage zu Sarrazins Faschogebaren?
- Jürgen Scherer, per E-Mail -

Die Kolumne wird man Gremlizas allerallerbeste nennen müssen, weil es schon so viele allerbeste von ihm gibt.
- Hermann Kant, Prälank -

LESEFÖRDERUNG

KONKRET 10/10: "Friedensliebe, Judenhaß" von Alex Feuerherdt

Statt dem Furor von Alex Feuerhardt hättet Ihr besser eine alte Kurzgeschichte von Ephraim Kishon lizensiert. Wäre dem Image von Israel zuträglicher.
- Dietmar Schmidt, per E-Mail -

FARBENLEHRE

KONKRET 10/10: "Der entzauberte Frosch" von Svenna Triebler

"You can't have one without the other", schreibt Hermann L. Gremliza und meint damit wohl, daß das Lesen der KONKRET nicht immer nur eine reine Freude sein kann, manchmal muß sie wohl auch zum Ärgernis werden. Was, Frau Triebler, hat Sie bloß dazu bewegt, einen Artikel von Herrn Gremliza aus dem Jahr 1982 als "Flaschenpost" zu bezeichnen? Denn die message blieb ja nicht in the bottle, und er, der sie auf den Weg gebracht hat, ist bekanntermaßen empfänglich für solche Töne. Daß die Grünen eine rasante Entwicklung genommen haben und daß sie keinesfalls als Alternative zur herrschenden Politik angetreten sind, ist ja weder neu noch überraschend. Was es auch in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts schon nicht gewesen ist für diejenigen, denen klar war, daß das Sein das Bewußtsein bestimmt und daß sich die im Kapitalismus Herrschenden der Parteien bedienen, um die Verhältnisse in ihrem Auftrage zu regeln. Was den Parteien ihren Zweck diktiert, sie also mitnichten zum Wahlverein aus Selbstzweck bestimmt sind. Zum erfreulichen Teil wiederum zählt, daß mit dem Artikel ein Irrtum des Herrn Gremliza in die Diskussion gebracht wird, daß man nämlich in den Jahren 1982 ff. die Grünen wohl hätte wählen müssen. Mußte man natürlich nicht, und es gab auch damals Menschen, die dies aus nachvollziehbaren Gründen nicht getan haben.
- Michael Brüning, per E-Mail -

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- Ch. Szasz, per E-Mail -

MEDIENPÄDAGOGIK

Literatur Konkret 2010/2011: "The Spy and I" von Matthias Becker

Vielen Dank für die Besprechung meines Buches Anonym im Netz in der aktuellen Ausgabe der KONKRET. Ihre Hinweise zu den Vor- und Nachteilen der Software werde ich in der nächsten Ausgabe mit aufnehmen. Damit ist eventuell dem Laien mehr geholfen. Mit Ihrem Hinweis auf Social Hacking beziehungsweise Social Engineering haben Sie recht. Dem Leser sollte das Phänomen durchaus bewußt sein. Jedoch glaube ich nicht, daß ich diesem größeren Raum einräumen sollte. Die Techniken sind sehr unterschiedlich, und ein guter Angriff ist meist erst dann zu erkennen, wenn es zu spät ist. Allerdings werde ich vielleicht allgemein sinnvolle Verhaltensregeln ergänzen.
- Jens Kubieziel, per E-Mail -

ZUCKERBROT STATT LEDERPEITSCHE

KONKRET 10/10: "Nüchtern betrachtet ..." von Christoph Horst

In Ihrem Artikel über die Straight-Edge-Bewegung nannten Sie den Veganismus eine "elitäre Eßstörung" im Zusammenhang mit "anderen tierrechtlichen Ticks, die letztlich gegen die Emanzipation des Menschen von der Natur dessen Unterordnung unter reaktionäre Naturmystik befördern". Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber ich bin der Meinung, daß Ihnen als Autor einer linksgerichteten Zeitschrift einige Tatsachen bekannt sein sollten. Dazu zählt erstens, daß Veganismus keine Ernährungsweise bezeichnet, sondern eine Lebensweise, die die Nutzung von Tieren in jeglicher Form, also über die Ernährung hinaus auch in Form von Kosmetika, Gebrauchsgegenständen, Zoos, Zirkussen und vielem weiteren ablehnt. Ihn als Eßstörung zu bezeichnen, verfehlt das Thema. Des weiteren steht Veganismus mitnichten mit "Naturmystik" in Verbindung. Der Begriff der Natur wird von vielen Veganern abgelehnt, da diese den Menschen von Nahrungsketten und anderen unter dem Begriff "Natur" zusammengefaßten Gegebenheiten entkoppelt sehen und im Rahmen ihrer Ernährung auch und empfehlenswerterweise von Substitutionsmöglichkeiten (zum Beispiel angereicherten Lebensmitteln, Vitamin-B12-Präparaten) Gebrauch machen, die im allgemeinen Diskurs als "unnatürlich" bezeichnet werden. Bei näherer Betrachtung ist also das genaue Gegenteil der Fall.
- Dennis Schüßler, per E-Mail -

ERLEBNISPÄDAGOGIK

KONKRET 10/10: "Wie scheues Edelwild" von Wenzel Storch

Selbst eine christkatholische Erziehung genossen habend, lese ich Ihre kleine Serie in KONKRET mit viel Genuß, Heiterkeit und manchmal auch Grausen. Meine persönlichen Favoriten der zölibatären Popp-Stars waren dazumal Pater Leppich und der Nazigrößen-Sohn, Vortragsreisende in Sachen Mission und spätere Renegat - für meinen Vater brach nicht eine, sondern die Welt zusammen! - Martin Bormann jr. Leider gibt es von seinen Schriften aus den Endsechzigern nichts mehr. Aber vielleicht existiert ja noch etwas in Ihrem Fundus? Outen möchte ich mich zudem als einer jener "100.000 Buben, die die Zeitschrift ›Guckloch‹ begeistert lasen". Meine Begeisterung ging so weit, einer Anzeige dortselbst, die zu einer Ferienfreizeit in einem katholischen Internat einlud, Folge zu leisten. - Die Folgen waren so furcht- wie voraussehbar: Vier Jahre ging ich danach auf diese schöne Anstalt fern der Heimat, durfte dort Mobbing seitens der Mitschüler, die eine oder andere körperliche Züchtigung seitens des Lehrkörpers und natürlich auch sexuelle Übergrifflichkeit erfahren - nein keinen Mißbrauch, Gott bewahre! Aber als Elfjähriger auf dem Schoß eines sabbernden Paters aufgeklärt zu werden, ist auch nicht ohne - und kam als geläuterter Atheist heraus. Da bin ich dem "Guckloch" noch heute dankbar dafür.
- Der Ungenannte, per E-Mail -

Ein schön geschriebener Artikel voller bitterer Wahrheiten. Wahnsinnig lustig wie traurig. Das wäre mal eine tolle Filmfigur, der Lutz!
- Bela B., per E-Mail -

BILDUNGSGUTSCHEIN

KONKRET allgemein

Erzählt's nicht der Arge, ich hab heute 3,61 € mehr für Bildung ausgegeben, als mir im Monat zusteht, und eine KONKRET gekauft.
- "moppelkotzer", via Twitter -

KONKRET Text 56


KONKRET Text 55


Literatur Konkret Nr. 36