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36 Jahre Konkret CD

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Heft 10 2009

an konkret

HIER KOCHT DER CHEF

KONKRET 9/09: "Vier wunderbare Jahre" von Georg Fülberth

Autsch, da hat sich der Herr Professor Fülberth bei seiner anspruchsvollen Arbeit als Kapitalistiker aber in einen argen Widerspruch verwickelt. In der dritten Spalte seines wunderlichen Aufsatzes verkündet er in vulgärmarxistischer Manier, "das Kapital" habe in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts "die sozialliberale gegen die schwarzgelbe Koalition ausgewechselt". Doch schon in der nächsten Spalte scheint er seinen kernigen Spruch vergessen zu haben, so daß er nun zum Staatsidealisten mutiert, indem er der regierenden Großen Koalition enttäuscht vorwirft, daß sie keine Sozialpolitik mache, die gegen die Interessen ihres angeblichen Auftraggebers namens Kapital gerichtet ist. Als Heilmittel sowohl gegen Vulgärmarxismus als auch gegen Staatsidealismus empfiehlt sich das Studium der Darlegungen über den Staat als ideellen Gesamtkapitalisten, die der verdienstvolle Kapitalismuskritiker Karl Marx zu Papier gebracht hat.
- Hans-Peter Jacobitz, Neuss -

FEIN SÄUERLICH

KONKRET 8/09: Von KONKRET

Die Schuld ist groß, o Herr ... Ein ganzes Buch, so KONKRET, soll ich gebraucht haben, um mich vom Schmutz einstiger DKP-Täterschaft weißzuwaschen. Damit man mir glaube, daß ich es "neuerdings mit den Menschenrechtlern" halte. Bei dem Buch handelt es sich um den von mir, Harri Grünberg und Jutta von Freyberg verfaßten Band Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahostkonflikt, im Mai 2009 bei Papyrossa in Köln erschienen. Das aber wird hier gar nicht besprochen, weder politischer noch wissenschaftlicher Kritik unterzogen. Es wird hier nur benutzt, um mich - in Rückgriff auf ein Ebermann-Zitat - erneut des Antisemitismus zu beschuldigen. Ebermanns Antisemitismusvorwurf hatten wir in unserem Buch kritisiert: "Angriffe wie diese sind verlogen und verletzend." Diesen Satz ergänzt KONKRET mit dem Zusatz: "Und, hat er vergessen, mehr als berechtigt." Eine Freudsche Fehlleistung? Angriffe ... verlogen, verletzend - und mehr als berechtigt. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine wahrlich hübsche Reihung. Für die fragwürdige Art des hier von KONKRET betriebenen Journalismus steht insbesondere die Verbindung, die am Schluß des Textes zu einem Zitat von Rügemer hergestellt wird. Rügemer ist weder Autor des Buches, noch wird er dort erwähnt oder gar zitiert, ist weder mit den Autoren oder der Autorin verwandt oder verschwägert. Das war wohl für diejenigen, die in der Kritik an israelischen Menschenrechtsverletzungen immer noch keinen Antisemitismus erkennen können.
- Wolfgang Gehrcke, per E-Mail -

ÖLMARINADE

KONKRET 9/09: Gremlizas Express

Großes Kompliment und vielen Dank an den Herausgeber für die Klarstellungen zur Person des Herrn von und zu Guttenberg. Offen bleibt für mich lediglich die Frage, ob denn bislang nur mir aufgefallen ist, daß und wie sehr doch dieser komische, populäre Wirtschaftsminister dem komischen, ehemals populären Nationalspieler Lothar Matthäus zum Verwechseln ähnlich sieht?
- "The Great Gate", per E-Mail -

SALAT

KONKRET 8/09: "Zu allem fähig" von Erich Hackl

"Wer die Sprache verwirrt, verwirrt die Realitäten", hat mal ein kluger Mann gesagt. Und deshalb bedient sich schlechter Journalismus tendenzieller Sprache und bezeichnet zum Beispiel offensichtliche Mörderbanden als "Sicherheitskräfte". Da ist Monika Ertl eher von Unsicherheitskräften erschossen worden. Wobei "Kräfte" auch so ein Unsinnsdaueranhängsel ist: "Polizei sucht Nachwuchskräfte" - würde nicht einfach "Nachwuchs" reichen?
- Konstantin Röser, Bad Neuenahr-Ahrweiler -

MÖGEN SIE RIND?
KONKRET 8+9/09: "Rutschpartie ins Goldene Zeitalter" und "›Komm herab, zottige Nacht‹" von Wenzel Storch
Wer ist Wenzel Storch? Heißt er wirklich so? Und warum schreibt er immer so merkwürdige Artikel - seitenlang und mit so merkwürdigen Bildchen? Warum macht er so was? Er will uns erheitern und ist ein bißchen ein Bildungsangeber (stimmt, das Wort habe ich bei Genazino aufgeschnappt und gleich mitgenommen, weil es mir so sehr gut gefällt), aber warum soll ich darüber lachen, daß Uschi Nerke aus Kotau im Sudetengau kommt? Verstehe ich nicht - jeder kommt irgendwoher oder? Ist das Sudetengau nicht so toll wie Niedersachsen oder wie oder was? Und wenn man von dort kommt, dann ist man schon mal bißchen arm dran oder wie oder was? Wenn ich so einen Satz sehe wie "Die Lords waren fünf schwule Figaros, die im Takt das Hosenbein hoben", dann ist es vollends ganz aus mit meiner Sympathie, jeden Quatsch muß ich dann auch nicht lesen, oder? Hat der Mann was gegen Homosexuelle und gegen Friseure auch noch, und homosexuelle Friseure sind der Lächerlichkeit preiszugeben? Dürften die eigentlich gleich gar nicht im Fernsehen auftreten und sonst auch nirgendwo? Was soll der Satz über Hendrix - "Wundergitarrist beim Cunningulus"? Ist das ein Zitat und von wo entnommen, oder ist das Herrn Storchs eigene Schreibe? Hat er was gegen Cunningulus? Und gegen Hendrix auch? Und dann das schadenfrohe Nachrufen "Doch was half's? Vier Jahre später schlief er bereits beim Herrn". Tut mir leid, ich finde diesen Artikel insgesamt ätzend und werde nichts mehr von Herrn Storch lesen, ich glaube, er ist so was wie ein Spießer!
- Ilse Beck, per E-Mail -

Was Herr Plapperstrolch in KONKRET 8/09 in Franz-Josef-Wagner-Manier über die Liverbirds - übrigens die einzige unter allen je im Beat-Club aufgetretenen Bands, die die vornehmste Aufgabe, die Popmusik für ihre ProtagonistInnen bereithalten kann, in vollem Umfang erfüllt hat - sowie diverse "Bräute" verklappt, ist so lupenrein androzentrisch und stammt so deutlich erkennbar aus derselben Senkgrube des von keinerlei Erkenntnis getrübten sexistischen Ressentiments, aus der Manni und Tommi und Atze ihre kleinen geilen Witzchen zu entnehmen pflegen, daß sich objektiv die Frage aufdrängt, ob KONKRET etwa doch noch heimlich der eigenen Vergangenheit als Tittenpostille nachtrauert.
- Carsten Weber, per E-Mail -

Will Oldham heißt zwar in der Tat Willi Altschinken (und Blackburn Rovers heißt übrigens Schwarzbrenn-Pfadfinder, daher ja auch das Motto "Allzeit breit"). Aber Captain Beefheart heißt ganz entschieden nicht Käpt'n Fleischherz. Beef ist nämlich nicht irgendwas zum Naschen, sondern stets vom Rinde. Fast zu schweigen davon, daß Fleischherz tautologisch ist. Und dennoch freue ich mich wie der König der Yetis auf der Expedition dritten Teil. Hochachtungsvoll bis Oberkante Unterlippe

- Rainer Losch, per E-Mail -

BITTERSWEET

KONKRET 9/09: "Zur Naturgeschichte des Wählers" von Erich Mühsam und KONKRET allgemein

Herzlichen Dank für den Abdruck von Erich Mühsam. Der Text ist schon das Jahresabo wert. Dafür nimmt man dann Ihr zionistisches Dauerfeuer in Kauf.
- Daniel Fraiberg, per E-Mail -

KONKRET ist großartig. KONKRET ist die beste Zeitschrift der Welt. Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein, weil es KONKRET gibt.
- Thomas Gebert, per E-Mail -

NACHSCHLAG

KONKRET 9/09: Tomayers ehrliches Tagebuch

Was fühle ich mich da geehrt / Bin in KONKRET eine Personalie wert / Es war ein lustiges Graatsch am Altonaer Elbbalkon / Mit dem Dichter Hotte im netten Ton / Drei Tage dauerte ›mein Hamburg‹ mit der Mutter / Wir machten die Hafenrundfahrt auf einem Kutter / Wir besuchten auch (im Preis pauschal) / Das Udo-Jürgens-Musical / Viele SMS-Gedichte giengen seither / Zwischen mir und Hotte hin und her /Die Reise hat sich für mich gelohnt / Drum ist das KONKRET-Jahresabo hiermit gebongt
- Das Teckheimtier, Kirchheim/Teck -

KONKRET Text 56


KONKRET Text 55


Literatur Konkret Nr. 36