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36 Jahre Konkret CD

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Heft 07 2009

an konkret

CONCEPT ART

KONKRET 6/09: "Barack W. Obama" von Hermann L. Gremliza

Dem neuesten Kapitel in der Tragikomödie mit Namen "Wie ein linker Schwabe den Likud erst fürchten und dann lieben lernte" entnehme ich staunend, daß der von der Obama-Administration geforderte Beitritt Israels zum Atomwaffensperrvertrag die Selbstentwaffnung Israels bedeutet. Dazu dieses aus Wikipedia: "Im Atomwaffensperrvertrag verzichten die Unterzeichnerstaaten ohne Atomwaffen auf nukleare Rüstung. Die fünf offiziellen Atommächte verpflichten sich im Gegenzug, ›in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen ... über einen Vertrag zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung unter strenger und wirksamer internationaler Kontrolle‹. Dies ist die einzige bindende Verpflichtung zur vollständigen Abrüstung der Atomwaffenstaaten in einem multilateralen Vertrag." Bitte erklären Sie doch Ihrer Leserschaft, inwiefern das Unterzeichnen dieses Vertrages durch Israel die Selbstentwaffnung Israels bedeutet.
- Jan Reichenbach, per E-Mail -

NAIVE MALEREI

KONKRET 5/09: "Die Moralkeule gab es nie"; Gremlizas Gespräche (VII): mit Michel Friedman

Was ist nun eigentlich die Quintessenz dieses merkwürdigen Ping-Pong-Gesprächs? Zwei Punkte von Tragweite: Die beste Kanzlerin gegen den jetzt bereits in der Mitte der Gesellschaft grassierenden Antisemitismus heißt Merkel. Eine Wahlempfehlung für den Herbst? Deutsche "Brüder und Schwestern" haben Hitler "gewollt oder hingenommen". Deshalb gab es Vertreibung. So Friedman. Gab es da nicht doch ein paar widerständige Deutsche, die Hitler weder gewollt noch hingenommen haben? Und gab es nicht den deutschen Kommunisten Pieck, der aller stalinistischen Parteidisziplin zum Trotz den "Polacken" (Pieck) die ehedem drittgrößte Stadt Deutschlands, Stettin, die durch einen Federstrich Stalins polnisch wurde, wieder wegnehmen wollte? So einfach ist es nicht mit dem Faschismus und seinen Folgen. Und selbst wenn, sollte ein kritisches Magazin es sich so leicht nicht machen.
- Wolfgang Kreuter, Düsseldorf -

GESELLSCHAFTSBILD

KONKRET 6/09: "Zum Beispiel Felix B." von Gitta List

Der Artikel hat mir gut gefallen. Ich selbst hatte auch schon das zweifelhafte Vergnügen, der einen oder anderen Verhandlung beizuwohnen, bei der Fragen aufkamen wie zum Beispiel: Hat dieser oder jener Mensch immer noch dieselbe Behinderung wie letztes Jahr? Angesichts bestimmter Schwerst- und Mehrfachbehinderungen ist ein solcher Verhandlungsstil zynisch. Schade finde ich, daß sich die öffentlichen Diskussionen immer wieder schwerpunktmäßig um Fragen der Finanzierung drehen. Im letzten Abschnitt wird die Krüppelbewegung erwähnt, die sich unter anderem gegen die Kasernierung in Heimen auflehnte. An dieser Form der Unterbringung hat sich fast 30 Jahre später nicht viel geändert. Sicherlich stellen die meisten Wohnheime, in denen Menschen mit Behinderung leben, einen "Fortschritt" dar, vergleicht man sie mit Unterbringungsformen der Vergangenheit. Allerdings erzielt man mit rückwärtsgewandtem Blick keine Verbesserung. Die wäre in Bezug auf die Ausbildung der Mitarbeiter/innen in Wohnheimen, in Bezug auf die Ermöglichung von ungestörter Sexualität der Bewohner/innen, in Bezug auf die freie Wahl, wer mit wem in welcher Gruppe zusammenwohnt etcetera, bitter nötig.
- Sascha, Berlin -

MALEN NACH ZAHLEN

KONKRET 5/09 : "Lizenz zum Lügen" von Rolf Surmann

Dank an KONKRET und besonders an Rolf Surmann für die kontinuierlichen Informationen und hervorragenden Artikel über die unsägliche deutsche Entschädigungspolitik. Soweit ich weiß, findet dieses Thema in keiner anderen Zeitschrift eine entsprechende Beachtung! Ein Aspekt, der noch viel zu wenig untersucht wurde, ist übrigens, daß die Geschichte und Aktualität der sogenannten "Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts" keinen angemessenen Niederschlag im Schulunterricht findet. Nach meiner Erfahrung mit sonst historisch sehr korrekt informierten Schülern ist die Verblüffung und auch Ablehnung immer groß, wenn man ihnen die Gegenrechnung aufmacht zur Legende, die sie wie ihre Eltern und Großeltern für bare Münze nehmen: Wir haben längst vorbildlich viel gezahlt! Wo wir doch selbst nichts hatten! Wer von ihnen möchte sich schon gern beweisen lassen, daß der schnelle Aufstieg der Bundesrepublik zur reichen Industrienation auf Vermögen fußt, das durch NS-Zwangsarbeit erwirtschaftet wurde und auf - mit politischem Kalkül und größter Hartleibigkeit - abgewehrten Entschädigungsforderungen?
- Beate Hugk, Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. -

ARTE POVERA

KONKRET 6/09: "Keepin' the niggers down" von Erich Später

Ergänzend zu Erich Späters Beitrag möchte ich auf das Buch "Slavery by Another Name. The Re-Enslavement of Black Americans from the Civil War to World War II" von Douglas A. Blackmon, erschienen bei Anchor Books, New York 2009, verweisen. Darin wird basierend auf einer enormen Quellenfülle beschrieben, wie die Sklaverei in den Südstaaten der USA nach dem Ende des Bürgerkriegs im Jahre 1865 bis weit in das zwanzigste Jahrhundert de facto fortbestand. Die weiße Elite schaffte es, in der Phase der "Reconstruction" ein System der Leibeigenschaft aufzubauen, das darin bestand, Afroamerikaner unter einem minderen Vergehen, wie zum Beispiel Landstreicherei oder sexuellem Kontakt zu einer Weißen, zu verhaften und sie unter dem Druck eines allen rechtsstaatlichen Normen hohnsprechenden Justizsystems zum Schuldeingeständnis oder zur Verurteilung zu bringen. Da sie in der Regel die Dollarstrafen nicht bezahlen konnten, mußten sie die Strafe unter Sklavenbedingungen in einer Plantage, Mine oder Eisenhütte ableisten. Die Sterberate war hoch und körperliche Züchtigung an der Tagesordnung. Oft wurde den Sklaven sukzessive zusätzliche Taten angelastet, so daß sie dem Ausbeuter praktisch unbegrenzt zur Verfügung standen. Es wäre zu wünschen, daß möglichst bald eine deutsche Übersetzung von Blackmons Werk erscheint, vorzugsweise unter Einbeziehung einer gründlichen redaktionellen Straffung.
- Olaf Malek, München -

BIEDERMEIER

KONKRET 6/09: Gremlizas Express

Die Lektüre Ihres Expresses ist für mich immer wieder eine Freude! Auch kann ich Ihren darin zutage tretenden Furor in vielerlei Hinsicht nachvollziehen. Dennoch erschließt sich mir nicht, wieso Sie die "Taz" als "das kleinste Drecksblatt der Welt" bezeichnen. Ist Ihr Furor gegenüber dem wahrhaftigen Drecksblatt "Bild" mit Ihnen so durchgegangen, daß Sie nicht mehr differenzieren konnten/wollten zwischen Drecksblatt und kleinbürgerlichem Geschreibe? Naja, bei wem kommt der Kleinbürger eben nicht doch manchmal zum Vorschein ...
- Jürgen Scherer, per E-Mail -

JUGENDSTIL

KONKRET 5/09: Titel

Das Titelbild der letzten Ausgabe ist aber schon arg plump. Im Heft wie immer Hochwertiges, aber optisch eingepackt wie eines dieser A4-Haßheftchen aus dem alternativen Jugendzentrum Ihrer Wahl. Und dann diese farbig abgesetzte B R D-Spielerei. Das ist ärgerlich und schade. Die Zeitschrift muß sich im normalen Zeitschriftenhandel behaupten, da könnte ein professionelleres Cover nicht schaden. Denn das, was drin steht, sollte so viele wie möglich erreichen, nicht nur KONKRET-Stammleser.
- "tempoorary", per E-Mail -

KONKRET Text 56


KONKRET Text 55


Literatur Konkret Nr. 36