Gesamtprogramm
Bernhard Nette und Stefan Romey
Die Lehrergewerkschaft und ihr Arisierungserbe
Die GEW, das Geld und die Moral
304 Seiten, broschiert
EUR 17.00     SFr 29.50
ISBN 978-3-89458-271-5
In der Hamburger Lehrergewerkschaft GEW gibt es Streit ber den Besitz an einem arisierten Haus. Der GEW gehrt in Hamburg ein Haus in der Rothenbaumchaussee 19 (Ro 19). Im Jahr 1935, vor ihrer Flucht, verkauften die jdischen Vorbesitzer diese Villa unter Wert an den Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB). Nach Ende der NS-Diktatur erklrte sich die GEW zu deren Nachfolgeorganisation und erhielt ihr Haus Ro 19. Der Kauf sei 1935 korrekt abgelaufen, behauptet die Gewerkschaft noch heute. Sie hat erheblichen Gewinn aus dem Haus gezogen. Und das soll so bleiben. Wir sind gegenwrtig auf die Mieteinnahmen aus dem Haus angewiesen, so Klaus Bullan, Hamburger GEW-Vorsitzender. Das Buch dokumentiert die Geschichte des Hauses Ro 19, seine Erforschung und die innergewerkschaftlichen Auseinandersetzungen. Zugleich wird die personelle Kontinuitt der Hamburger Lehrerorganisation im Nationalsozialismus und im Nachkriegsdeutschland deutlich. In der Art und Weise, wie die Hamburger Lehrergewerkschaft mit dem Nazi-Erbe Ro 19 umgeht, unterscheidet sie sich wenig von groen deutschen Firmen. Der Leser nimmt aber auch teil an dem Schicksal der mit Ro 19 verbundenen jdischen Familien Meyerhof und Hallgarten. Geld, Politik und Moral der Bericht ber das Arisierungserbe der Hamburger GEW liest sich wie ein Krimi.

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